Über die Autobahn und steilste Serpentinen in die Oasenstadt Nizwa

Da einige Orte auf unserer Strecke nur über die Autobahn erreichbar sind und es angeblich nicht verboten ist diese mit dem Fahrrad zu befahren, testen wir das jetzt einmal auf einen kurzen Teilstück, um später eventuell mangels brauchbarer Alternativen so nach Muscat zu gelangen.

Es fährt sich dort tatsächlich ausgesprochen gut, denn es herrscht kaum Verkehr, der Seitenstreifen ist sehr breit, die Straße sehr gut ausgebaut und niemand rast.

Später trauen wir uns auch mal wieder auf ein als Nebenstraße eingezeichnetes Wegstück. Diese waren bisher in der Regel unbefestigt. Die Straße ist zu unserem Erstaunem außerordentlich gut ausgebaut und auf den etwa 20 Kilometerm begegnet uns nicht ein einziges Auto. Später sehen wir auch warum: das letzte Teilstück besteht aus Schotter und Geröll und ist so steil, dass wir die Räder nur noch schiebend mit den Bremsen blockieren können und langsam hinunterschlittern müssen. Auf solch steilen Serpentinen bin ich bisher noch nie unterwegs gewesen.


In der Nacht werde ich gegen drei Uhr harsch von einem Rudel Hunde geweckt. Die Köter stehen um mein Zelt herum und bellen und knurren mich lautstark an. Mir bleibt nicht viel übrig als regungslos im Zelt sitzen zu bleiben und darauf zu hoffen, dass sie nicht über mich herfallen werden. Eine 1,5-Liter-Plastikflasche die neben mir im Zelt liegt, wäre in diesem Fall meine einzige griffbereite Verteidigungswaffe. 

Nach etwa zehn Minuten hat sich an der Situation noch immer nichts geändert, aber ich gehe mittlerweile nicht mehr davon aus, dass die Viehcher agressiver werden und sich näher heran trauen und verharre weiterhin regungslos hinter meinem Fliegennetz. Etwa eine halbe Stunde dauert es, bis sie ihre Aktion abbrechen und sich langsam zurück ziehen.

Am nächsten Tag kommen wir früh morgens in Nizwa an und checken dort in einem Hotel ein. Die Altstadt hat eine sehr schöne renovierte Burg mit einer Asstellung über das traditionelle Handwerk und die Gebräuche der Region und einen großen Aussichtsturm, der einen tollen Blick auf die Oasenstadt und das angrenzende Gebirge ermöglicht. 







Das Highlight ist jedoch der freitägliche Viehmarkt, den wir am nächsten Morgen besuchen. Die zum Verkauf stehenden Tiere werden von den Besitzern im Kreis geführt, damit sie von den daneben sitzenden potentiellen Käufern begutachtet werden können. Bei Interesse beginnen beide Parteien zu handeln. Da bereits die nächsten Händler mit ihrem Vieh in dem Rondell nachrücken, entsteht ein äußerst lautes und hektisches Treiben. Nach etwa zwei Stunden ist das Spektakel beendet.











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